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Fachkräfte, die pädagogisch und/ oder therapeutisch mit traumatisierten Kindern arbeiten, wie
Diese Weiterbildung bietet Fachkräften - besonders in der stationären Jugendhilfe - eine intensive und grundlegende Fortbildung. Der Weiterbildungsgang "Traumatherapie in Kindergruppen mit Psychodrama". erstreckt sich über einen Zeitraum von 2 Jahren und umfasst 30 Seminartage an 10 Wochenenden. Gleichzeitig ist diese Seminarreihe ein zentraler Baustein in der Weiterbildung zum/zur Psychodrama-Kindertherapeuten/in.
Die meisten Verfahren zur Behandlung komplex traumatisierter Kinder sind Modifikationen erwachsenenorientierter Methoden und keine spezifisch auf das Kindesalter bezogene Vorgehensweisen. Traumatisierte Kinder sind meist sprachlos für das, was sie erlebt haben; für ihre Fassungslosigkeit und ihr Entsetzen haben sie keine Worte. Diese schwer verletzten Kinder kann man verstehen, wenn man tief in ihre Welt eintaucht und ihnen spielend begegnen kann: Das Symbolspiel ist bis zu einem Alter von 12 Jahren ihre Sprache.
Im Symbolspiel können sie ihre leidvolle Wirklichkeit auf eine kindgerechte Weise darstellen, aneignen und gestalten. Es bietet Schutz vor der Überwältigung durch traumatische Erlebnisse. Im Symbolspiel ist eine immense Kreativität der Kinder zu beobachten, an einer leidvollen, unangenehmen Situation lustvolle und angenehme Momente zu entdecken und sich als aktiv gestaltendes Wesen zu erleben, das die Geschehnisse im Griff hat. Es ermöglicht dem Kind genau die Kontrolle, die es für sein Sicherheitsbedürfnis braucht, um sich dem Schrecken nähern zu können und wieder Selbstwirksamkeit zu erleben.
Eine Traumatisierung in frühen Lebensjahren bedeutet immer die Gefahr von Entwicklungsblockierung und Fehlentwicklung im Sinne einer notdürftigen Traumakompensation. Die Ganzheitlichkeit des Spiels, die Einbeziehung aller Sinne und des ganzen Körpers und der dem Spiel innewohnende spontane Zugang zu Ressourcen ermöglicht, blockierte emotionale, soziale, kognitive und körperliche Entwicklungen wieder in Bewegung zu bringen und das erschütterte Welt- und Selbstbild eines Kindes zu rekonstruieren.
Die psychodramatische Gruppenarbeit mit Kindern hat sich seit Jahren bewährt und erfreut sich wachsender Verbreitung. Als Gruppenmethode steht sie der kindlichen Lebensrealität nahe, denn kindliche Entwicklung und Sozialisation finden zu einem bedeutenden Teil in Gleichaltrigengruppen statt. Daher können traumatisierte Kinder besonders in der Gruppe korrigierende Erfahrungen machen und wieder oder erstmals Vertrauen zu sich und anderen entwickeln. Durch wachstumsfördernde Erfahrungen in der Gruppe wagen sie wieder, unterstützende Beziehungen einzugehen, ein wichtiger Resilienzfaktor.
Vermittelt werden psychodramatische Handlungstechniken und Interventionsmöglichkeiten, die speziell für die Arbeit mit Kindergruppen entwickelt und erprobt wurden und sich in der Arbeit mit traumatisierten Kindern besonders bewähren. Diese werden ergänzt und begleitet durch Module zur Traumatheorie und Praxeologie von Traumatherapie.
» Inhalt: Themenbilder
» Voraussetzungen, Weiterbildungsleiter, Termine, Anmeldung
Die Seminarreihe "Traumatherapie in Kindergruppen mit Psychodrama" findet in Kooperation mit dem Szeneninstitut Bonn statt.