Psychodrama-Institut für Europa

Landesverband Deutschland e.V.

Beratung, Supervision, Coaching, Mediation, Organisations- und Personalentwicklung, Psychotherapie, Jugend- und Drogenarbeit, Erwachsenenbildung. Training, Unterricht, Schule, Improvisation, Theater- und Regiearbeit, Clownerie …

Viele Grundlagen dieser heute allgemein verbreiteten Formate gehen auf  das Psychodrama, das Soziodrama und die Soziometrie J.L. Morenos zurück und werden von anderen Verfahren häufig verwendet. Psychodrama schafft Kreativität, Spontaneität und Integration und fördert persönliches Wachstum Einzelner wie auch die Gruppen-, Team- und Organisationsentwicklung.

Die Aus- und Weiterbildung im Psychodrama ist eine äußerst vielfältig einsetzbare, generalistische Qualifizierung, die auf der ganzen Welt anerkannt ist.

Lassen Sie sich begeistern !

Monodrama. Psychodrama im Einzelsetting.

Monodrama. Psychodrama im Einzelsetting.

so der Schwerpunkt des Herbstheftes der Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie. Inhalte: des ZPS Themenhefte: Monodrama. Psychodrama im Einzelsetting,  Jahrgang 16 . Heft 2 . Oktober 2017, Herausgegeben von Sabine Kern und Kristina Scheuffgen Roger Schaller...

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Jul
2
Mo
Spuren des Holocaust in der Gegenwart @ Krakau und Auschwitz
Jul 2 – Jul 8 ganztägig
Spuren des Holocaust in der Gegenwart @ Krakau und Auschwitz

Das Krakau-Auschwitz Psychodrama – Projekt ist für und über uns alle.

Es handelt von dem Zusammenspiel der beiden Seiten in uns: dem Opfer und dem Täter.

Das Projekt ist ein Psychodrama- Ausbildungsprojekt für Multiplikatoren. Es ist ein dynamischer, aktiver und offener Gruppenworkshop, der die Methoden des Psychodrama und Soziodrama nutzt, um den Spuren des Holocaust in der Gegenwart zu begegnen. Wir werden die verschiedenen Arten der Internalisierung von Erfahrungen in den Rollen des Täters und des Opfers untersuchen. Diese Erfahrung kann zu einer Begegnung mit „dem Anderen“ und „dem Fremden“ führen. Wobei wir nicht das Ziel der Vergebung oder der Versöhnung anstreben, sondern einen Dialog eröffnen wollen, durch den einige Wunden heilen können.

Dieses besondere Projekt ist offen sowohl für Psychodrama-Auszubildende und Multiplikatoren, die ihr Verständnis und Wissen vertiefen wollen als auch für andere, die an dem Thema „Spuren des Holocaust in der Gegenwart“ sowie an der „Begegnung mit dem Anderen und dem Fremden“ interessiert sind. Es wird keine Vorerfahrung in Psychodrama verlangt.

Frieden ist nicht das Fehlen von Konflikten. Unsere professionelle Arbeit ist dem Lernen gewidmet, wie man mit Konflikten leben kann. Anstatt unsere nicht eingestandenen Schattenseiten auf andere zu projizieren, glauben wir, dass es wichtiger und effektiver ist, in uns selbst dem Feind zu begegnen.

Wir wählten das Galizische Jüdische Museum in Krakau und das Dialogzentrum in Oswiecim (Auschwitz) als Arbeitsstätten, weil sie eine starke symbolische Bedeutung für die
Vergangenheit in der Gegenwart haben.

Das Krakau-Auschwitz Psychodrama Projekt ist eine europaweite Veranstaltung, organisiert von PIfE und offen für Teilnehmer aus europäischen und außer-europäischen
Ländern und Kulturen. Die Sprache im Seminar wird Englisch mit Übersetzungen in die notwendigen Sprachen sein.

Die Leiter der Sommerakademie sind lebende Beispiele des Erfolges dieses Dialogs. Sie waren beteiligt an der Schaffung eines psychodramatischen Raumes für Begegnung zwischen Juden und Deutschen der Nachkriegsgeneration.

Das Krakau-Auschwitz Psychodrama Projekt findet im Anschluss an das jüdische Kultur-Festival in Krakau .


Struktur des Seminares

Montag der 2. Juli 2018
19:00-22:00 Einführungsveranstaltung, Galizisches Jüdisches Museum, Krakow

Dienstag, der 3. Juli 2018
9:00-12:00 Rundgang in Kazimirz, Krakow
14:00-19:00 Psychodrama – Sitzung im Galizischen Jüdischen Museum Krakau
19.00 Freier Abend

Mittwoch der 4. Juli 2018
9:00 Zugfahrt nach Oswiecim
12:00-17:00 Besuch von Auschwitz I.
19:00-22:00 Psychodramasitzung in Oswiecim

Donnerstag der 5. Juli 2018
9:00-17:00 Besuch in Birkenau.
19:00- 22:00 Psychodrama Sitzung

Freitag der 6. Juli 2018
9:00-17:00 Rituale in Birkenau
19:00-22:00 Psychodrama Sitzung

Samstag der 7. Juli 2018
9:00 Zugrückfahrt nach Krakau
15:00- 21:00 Abschlusssitzung – Psychodrama – Galizisches Jüdisches Museum

Sonntag, der 8. Juli 2018- Abreise


Leiter:

HILDE GÖTT- geboren in Rumänien als Enkelin von SS-Mitgliedern, deren Frauen nach Sibirien deportiert wurden.
MSc. Psychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Sie ist zertifizierte Trainerin und Supervisorin am Psychodrama Instituts für Europa e.V. (PIfE) und DGSv. Sie unterrichtet und supervidiert seit mehr als 25 Jahren in Deutschland und Europa. Mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeitet sie im Bereich Trauma, häusliche und politische Gewalt.

YAACOV NAOR- geboren in Deutschland in einem DP-Lager von Eltern, die beide Holocaust-Überlebende sind.
M.A C.A.G.S T.E.P –Gründer und Leiter von ISIS Israel-Psychodrama and Intermodal Expressive Arts Therapy Center in Tel-Aviv. Er ist zertifizierter Therapeut, Trainer und Supervisor in Psychodrama and EAT. In diesen Bereichen unterrichtet und bildet er seit 30 Jahren sowohl in Europa als auch in USA, Kanada, Australien und Israel aus.

ELINOR ZALMONA-BOLAG – in Israel als Enkelin polnischer Immigranten geboren. Die Eltern, Schwester und Bruder der Großmutter wurden zusammen mit den meisten Juden des Stettels im Wald bei Konin in Polen ermordet.
Sie hat Anthropologie und Theater an der Hebrew Universität in Jerusalem studiert und ist zertifiziert als Psychodramatikerin. Sie arbeitet mit Kindern und deren Eltern als Gruppenleiterin im klinischen, sozialen und pädagogischen Bereich und ist Mutter von vier Töchtern.

MANFRED JANNICKE- 1965 in Berlin/ in eine Familie geboren, die zur einen Hälfte aus Nazis/Wehrmachtsangehörigen und zur anderen Hälfte aus überlebenden Sozialist*innen und Kommunist*innen bestanden hat (3. Generation).
Dipl.Soz.Pädagoge. Leiter einer diakonischen Organisation zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Psychodramaleiter(DfP/PIfE), Krankenpfleger, Vater von zwei Kindern.


Beiträge:

Die Beiträge enthalten:
50 Stunden Ausbildung,
3 Übernachtungen in Krakau, 3 Übernachtungeng in Oswiecim
Vollverpflegung
Zugfahrten Krakau – Oswiecim – Krakau

Bezahlung vor 30.04.2018 1050. – €
Bezahlung ab 1.05.2018 1100.- €

Für TeilnehmerInnen aus Osteuropa ist eine Preisreduzierung möglich.


Ein Kooperationsseminar des Psychodrama Instituts für Europa und des Polnischen Psychodrama Instituts.

Aug
24
Fr
DAS LEBEN DER AHNEN @ Hannover
Aug 24 – Aug 26 ganztägig
DAS LEBEN DER AHNEN @ Hannover

Zwischen den Generationen finden Weitergaben, bewusste und unbewusste Tradierungen („Gefühlserbschaften“, S. Freud) im positiven wie im negativen Sinne statt.
Zur transgenerationalen Übertragung traumatischer Erfahrungen gibt es umfangreiche Forschungen, die seit Jahren auch im Zusammenhang der Kriegsenkel-Thematik eine große Aufmerksamkeit erhalten. Aber auch andere Lebensthemen, die sich aus den Erfahrungen von Fremdbestimmung, Verlassenheit, Abhängigkeiten, Scham, Schuld usw. zu Grundeinstellungen und Lebenshaltungen ausbilden, wirken generationsübergreifend nach und suchen Auflösung und Entwicklung.

Inhalte:

  • · Welche Erfahrungen haben wir mit intergenerationeller Weitergabe gemacht?
  • · Wie können wir ein Verständnis für diese Dynamiken aufbauen?
  • · Wie kann man aus der Spirale destruktiver Glaubenssätze aussteigen?
  • · Wie lassen sich auch Einflüsse unbekannter (Groß-) Elternteile bearbeiten?
  • · Wie können alternative Geschichten, als Gegenbilder zu Leid und Entbehrungen, heilende Korrekturen im Familienstammbaum ermöglichen?

Ausbildungskandidaten*innen werden 3 Ausbildungseinheiten anerkannt.

Aug
31
Fr
Anwendungstraining @ Braunschweig
Aug 31 – Sep 2 ganztägig
Anwendungstraining @ Braunschweig

In diesem Anwendungstraining sollen möglichst viele Themen realer Beratungs- und Gruppensituationen aufgegriffen werden. Wir verschaffen uns zu Beginn des Seminars einen Überblick über zentrale Techniken und Methoden des Psychodramas und der Soziometrie und entscheiden gemeinsam, was davon wir vertiefen möchten. Der größte Teil des Anwendungstrainings ist dem konkreten Üben und Ausprobieren vorbehalten. Jede und jeder erlebt sich selbst in der Leitungsrolle. Die Leitungserfahrungen werden in der Gruppe ausgewertet. Neben der Möglichkeit zum Experiment werden auch die psychodramatischen Hintergründe vermittelt. Ziel ist es, die Sicherheit in der Anwendung zu erhöhen und sich psychodramatisch weiterzuentwickeln.

Inhalte:

Das Seminar bietet die Möglichkeiten, erlernte Methoden auszuprobieren und neue Methoden kennenzulernen sowie Kenntnisse zur Praxisstabilisierung.

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an Ausbildungsteilnehmer/-innen und Wiedereinsteiger, die ihr psychodramatisches Arbeiten erweitern und theoretisch und praktisch übend vertiefen möchten.
Ausbildungskandidaten werden 3 Ausbildungseinheiten anerkannt.

Psychodramatischer Umgang mit Störungsbildern 2. *TERMINVERSCHIEBUNG* @ Berlin
Aug 31 – Sep 2 ganztägig
Psychodramatischer Umgang mit Störungsbildern 2. *TERMINVERSCHIEBUNG* @ Berlin

Ist dieser Titel ein Widerspruch im ressourcenorientiertem Verfahren?

Störungsbilder werden oft Menschen zugeordnet, um ihre psychischen Besonderheiten oder die Spezifizierung ihrer Symptome zu fassen. Dieses Bild soll einerseits einen leichteren Umgang mit diesem Menschen ermöglichen und andererseits soll es die Betroffenen und Angehörigen entlasten und helfen, Distanz zu schaffen und wieder handlungsfähiger durch Hilfsangebote zu werden.

In unserer therapeutischen Arbeit brauchen wir das Wissen um diese Bilder, deren Entstehung und auch die Entwicklung im Erwachsenenalter.

Als Psychodramatherapeut*innen werden wir im Seminar den Fokus richten:

• auf das „In-der-Welt-sein“ dieser Menschen;

• auf ihre Interaktionen und ihren Beziehungsmuster zu den Menschen in ihrem Umfeld;

• mit dem Ziel, beziehungsfähiger zu werden und ihren Alltag leichter zu bewältigen.

Wir werden die gängigen Psychodramatechniken auf die konkrete Arbeit, auf der Bühne oder in der Gruppe, übertragen. Die Beziehungsgestaltung zur Gruppenleitung und die unter den Betroffenen soll untersucht werden. Aus diesem Grund wird dieses Seminar an zwei Wochenenden angeboten, die aufeinander aufbauen.

Ausbildungskandidaten*innen werden je Wochenende 3 Ausbildungseinheiten anerkannt.

Preis je Wochenende 270 € (reduziert 210 E)

Sich zanken wie die Kesselflicker – und dann? @ Reinhardshagen
Aug 31 – Sep 2 ganztägig
Sich zanken wie die Kesselflicker - und dann? @ Reinhardshagen

Wir leben mit Sprichwörtern im Kopf und im Alltag. Nun aber – alles kommt auf die Bühne.
Bringe auch deine eigenen Sprichwörter mit.
Und? Wozu ist das alles gut?
Im Psychodrama wissen wir hinterher immer mehr.

Ausbildungsteilnehmern*innen werden 3 Ausbildungseinheiten anerkannt.

 

Sep
20
Do
Aktionsmethoden in Coaching und Supervision (1) oder: „Ach nee, bitte keine Rollenspiele“ @ Region Köln
Sep 20 – Sep 21 ganztägig
Aktionsmethoden in Coaching und Supervision (1) oder: "Ach nee, bitte keine Rollenspiele" @ Region Köln

Psychodrama ist heute vielfältig in die Seminarpraxis integriert. Kein Wunder! Erlebtes ist einfach ausdrücklicher als nur Gesagtes.  Allerdings werden oft nur fertige, nicht psychodramatische, Rollenspiele angewendet. Vielleicht ist das der Grund für den Satz: „Ach nee, bitte keine Rollenspiele“? In diesem Workshop werden einfache, aber sehr wirksame psychodramatische Arrangements vorgestellt.
Das Seminar besteht aus 3 Blöcken und richtet sich an Trainer und Seminarleiter, die Wege suchen oder vertiefen wollen, sinnlich-konkretes Erleben in ihr Seminar zu bekommen. Eingebettet in ein gutes Seminar, lassen sich schon mit wenigen eingängigen Übungen Momente erzeugen, die der Teilnehmer mit hohem Lerngewinn noch lange erinnert.

Ist es nicht witzig, dass man  sich durch gut angeleitetes Rollenspiel von einengenden, starren Rollen befreien kann?

Inhalte 1. Seminar:

  • Einführung in einige Grundtechniken des Psychodramas:
    • Den Rollentausch und das Empathische Interview
    • Das Doppeln
    • Einfache Soziometrische Aufstellungen
    • Überblick und Fragen zu weiteren Methoden
  • Grundhaltungen des Seminarleiters bei der Anwendung von psychodramatischen Techniken
  • Fragen zur Einbettung psychodramatischer Techniken in das Seminar

 

Inhalte 2. Seminar:

Aktionsmethoden sind im Coaching und in der Einzelsupervision der Königsweg, um erlebte Realität und eigene innere Bilder abzubilden. Der Klient gewinnt auf der Basis dieser Bilder neue Erkenntnisse über sich selbst und seine Welt. Er erkennt Blockaden, erlangt verloren gegangene Spontaneität in schwierigen Situationen zurück und ist dadurch in der Lage, aus sich selbst heraus neue Verhaltensmöglichkeiten zu generieren.

Im diesem Seminar geht es darum, psychodramatische Methoden kennen zu lernen, die auf das Zweiersetting zugeschnitten sind, und um Wege, diese Methoden nahtlos in den Coachingprozess und das eigene Coachingkonzept zu integrieren.

  1. Coaching und Aktionsmethoden
  • Coachingkonzepte
  • Warum Aktionsmethoden im Coaching?
  • Wann sind Aktionsmethoden indiziert?
  1. Wie bette ich Aktionsmethoden in das Coaching ein?
  • Hinführung und Auswertung
  • Die Rolle und das konkrete Verhalten des Coaches beim Einsatz von Aktionsmethoden
  1. Spezielle Coachingmethoden
  • Tischbühne und andere pragmatische Varianten
  • Anwendung und Wirkung des psychodramatischen Interviews
  • Varianten des Rollentauschs zur Darstellung von Ich-Anteilen, Fremdbildern und zeitlichen Perspektiven
  1. Eigenen Interventionsstil gestalten
  • Coach als Mitspieler
  • Haltungen des Coaches
  • Wann Coaching und wann Therapie?

Inhalte 3. Seminar:

  • PD in Gruppen /Teamsupervision, Sequenzen aus der eigenen beraterischen Praxis können mit psychodramatischen Tools praktisch ausprobiert und erlebt werden.
  • Psychodramatische Begegnung in Gruppen/ Teamsupervisionen aktiviert Themen und TeilnehmerInnen. Das Verfahren bietet zahlreiche hoch wirksame und nachhaltige Handlungskonzepte in Gruppenprozessen. Hierdurch wird es den Supervisanden ermöglicht die nötige Offenheit für eigene Fragestellungen zu erlangen und diese in verschiedenen Handlungsalternativen zu überprüfen.Das Seminar stellt Handlungstechniken, Arrangements und Einsatzmöglichkeiten der psychodramatischen Gruppen / Teamsupervision vor.
    Den TeilnehmerInnen wird es möglich sein, verschiedene Sequenzen aus der eigenen beraterischen Praxis, mit psychodramatischen Tools praktisch auszuprobieren.

Zielgruppe

  • Trainer, Erwachsenenbildner, Seminarleiter

Seminarinformationen

  • Leitung: Ulrich Markowiak (1. und 2. Seminar) und Volker Becker (1. und 3. Seminar)
  • Teilnehmerzahl: 8 – 15
  • Zeiten: Donnerstag 10.00 bis 19.00 Uhr – Freitag 09.00 bis 19.00 Uhr
Sep
28
Fr
Monodrama Curriculum R.Krüger, Modul 4: Szenenwechsel, Sharing und Amplifikation @ Großburgwedel
Sep 28 – Sep 30 ganztägig
Monodrama Curriculum R.Krüger, Modul 4: Szenenwechsel, Sharing und Amplifikation @ Großburgwedel
Die Teilnehmer*innen des insg. 4-teiligen Kompaktcurriculums erschließen sich Möglichkeiten zur Anwendung des Psychodramas in der Einzelarbeit, z.B. in der Einzelberatung, im Coaching, in der Krisenintervention oder in der Einzeltherapie. TherapeutInnen, die keine Psychodramaweiterbildung haben, lernen in dem Curriculum die zentralen Techniken des Psychodramas kennen, sie zu verstehen und sie zu benutzen.Das Curriculum vermittelt ein praktisches und theoretisches Verständnis für die Wirkungsweise der zentralen Psychodramatechniken und ihren störungsorientierten Einsatz. Grundlage dafür ist die mentalisierungsbasierte Kreativitätstheorie Morenos. Auf dem Hintergrund dieser Theorie wird die jeweils spezielle Funktion
der Psychodramatechniken im Gesamtzusammenhang des kreativen Prozesses erlebnisnah erschlossen und für die praktische Arbeit fruchtbar gemacht.
Die LeiterInnen des Curriculums demonstrieren das praktische Vorgehen in der Einzelarbeit zunächst in der Gesamtgruppe. Danach üben die Teilnehmenden in Kleingruppen, das Erlebte und Besprochene selbst praktisch anzuwenden. Die erlebnisnahe Vermittlung macht den Teilnehmenden die komplexen Sachverhalte auf anschauliche Weise verstehbar.

Themenschwerpunkte des vierten Moduls sind:

  • Die therapeutische Beziehung und der Umgang mit Störungen (Real-, Übertragungs- und Telebeziehung; Widerstandsbearbeitung; Gegenübertragung)
  • Symbolisierungsarbeit durch szenisch-systemische Aufstellungs- und Skulpturarbeit.

In 2018 werden nur die Module Nr. 3 und 4 angeboten (siehe Kalender).

Okt
19
Fr
Das Spiel- ein Königsweg für Kinder. Psychodrama in der Vor- und Grundschule @ FAB gGmbH
Okt 19 – Okt 21 ganztägig
Das Spiel- ein Königsweg für Kinder. Psychodrama in der Vor- und Grundschule @ FAB gGmbH

Das  symbolische Rollenspiel für Kinder im Vorschul- bzw. Grundschulalter soll zielgerichtet die Beziehungs- und Konfliktfähigkeit fördern.

Die Teilnehmer*innen sollten Spielfreude mitbringen, denn wir gehen in Rollen, ob als Spielleitung oder als „Kind“.

Es werden Grundlagen aus dem Kinderpsychodrama nach Alfons Aichinger und Walter Holl vermittelt. Das Gruppenspiel übernimmt entwicklungsfördernde, sozialisierende Funktionen. Es weckt die Spontaneität und Kreativität in Kindern bzw. sollen diese gefördert und weiter entwickelt werden. Das Spiel mit Gleichaltrigen (peer-group) ist ein Ort, wo Szenen aus ihrem direkten Umfeld reproduziert werden und wo sich soziale Kompetenz und der sprachliche Ausdruck fördern lässt.

Über das symbolische Rollenspiel zeigt sich die kindliche Kreativität in besonderer Deutlichkeit und es werden Sozialverhalten untereinander ausgehandelt, Konflikte auf der Symbolebene bearbeitet, Handlungskonsequenzen erlebt, spontane Impulse erprobt und gemeinsame kreative Lösungen entwickelt.

Zielgruppe:

Pädagog*innen aus Kindergarten, Grundschule oder sonstigen Einrichtungen, in denen Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren betreut werden.

Inhalt:

  • Funktionen des Gruppenspiels
  • Spontaneität und Kreativität in Kindern fördern
  • Das Spiel mit Gleichaltrigen (peer-group) als Ort zur Förderung sozialer Kompetenzen
  • Konflikte auf der Symbolebene bearbeiten und kreative Lösungen entwickeln.

 

Ausbildungskandidaten*innen werden drei Ausbildungseinheiten anerkannt

Okt
22
Mo
Regeln und Regelbrüche -Kreativität jenseits von Chaos und Kasernenhof @ Stuttgart
Okt 22 – Okt 23 ganztägig
Regeln und Regelbrüche -Kreativität jenseits von Chaos und Kasernenhof @ Stuttgart

Ein Seminar für alle, die mit Einzelnen oder in Gruppen arbeiten, ob Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Regeln sind wichtig, keine Frage?

Welche sind das wirklich?

Welche Interventionen sind wirksam?

Und die Konsequenzen?

Und die Moral Entwicklung?

Und ich?

Mit der Methode des Psychodramas erkunden wir spielerisch und effizient diese Fragen. Sie erhalten darüber hinaus wertvolles Hintergrundwissen und viele Praxistipps zum Thema.

 

Ausbildungskandidaten*innen werden 2 Ausbildungseinheiten anerkannt.

Nov
3
Sa
Playback @ Katharina-von-Bora-Haus
Nov 3 um 9:30 – 17:00
Playback @ Katharina-von-Bora-Haus

Das Playbacktheater ist eine Form des Improvisationstheaters.

Es beruht auf dem Stegreiftheater und Psychodrama und wurde von Jonathan Fox in den USA entwickelt. „Playback“ verbindet Kreativität, Improvisation und Spontaneität und wird durch bestimmte Abläufe gerahmt. Im Seminar werden Strukturen und Elemente des Playbacktheaters vermittelt und von allen Teilnehmenden aktiv ausprobiert, auch mit Blick auf die eigenen Praxisfelder. Dazu können die Teilnehmer*innen ihre Erfahrungen und Lebenswelten einbringen und die subversive Kraft des Spielens live erfahren.

„Playback“ bietet die Chance, eine gemeinsame Verständigung zu finden, unabhängig von der sozialen, politischen, kulturellen oder ethnischen Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

Ausbildungskandidaten*innen wird 1 Ausbildungseinheit anerkannt.

Nov
9
Fr
Morenos Co-Unbewusstes in unserer europäischen Vergangenheit @ Fuldatal Tagungsstätte Reinhardswaldschule
Nov 9 – Nov 11 ganztägig
Morenos Co-Unbewusstes in unserer europäischen Vergangenheit @ Fuldatal Tagungsstätte Reinhardswaldschule

Moreno spricht in seinem Aufsatz „Über das Rollenkonzept“ von co-unbewussten Zuständen, die Menschen gemeinsam sein können.
Voraussetzung ist dafür eine genügend große Schnittmenge an gemeinsamen Erfahrungen – seien dies die von Ehepartnern, Teamkollegen, Mannschaftskameraden oder eben auch von Angehörigen unterschiedlicher Völker mit einer gemeinsamen Geschichte. Das Co-Unbewusste unserer europäischen Vergangenheit soll Gegenstand dieses Workshops sein.
Viele bittere, schmerzliche aber auch ermutigende Erfahrungen aus Krieg und Nachkriegszeit, an denen die später Geborenen keinen eigenen Anteil mehr haben, sind dennoch in ihnen „konserviert“ und erschweren damit den Prozess gegenseitigen Verstehens und der Annäherung im Europa des 21. Jahrhunderts.

Bilder und Klischees von den jeweils anderen über sie und sich selbst, erfundene, verbreitete und wach gehaltene Mythen und Legenden führen ihr eigenes Leben, sind nicht an die Lebenszeit von Zeitzeugen und deren Erfahrungen gebunden. In diesem Seminar soll ihr Wahrheitsgehalt deutlich werden, den sie für uns haben.

Und gleichzeitig soll deutlich werden, dass sie Konstrukte sind, die, aus unterschiedlicher Perspektive ins Bewusstsein gehoben, neues Verständnis für einander und Verantwortung für die gemeinsame Zukunft eröffnen.

Ausbildungskandidaten*innen werden 3 Ausbildungseinheiten anerkannt.

Nov
16
Fr
Zeit für die Kür. Eine Werkstatt zur Neuausrichtung @ Seminarhaus Kloster Schweinheim Köln/Bonn
Nov 16 um 15:00 – Nov 18 um 14:00
Zeit für die Kür. Eine Werkstatt zur Neuausrichtung @ Seminarhaus Kloster Schweinheim Köln/Bonn

Von Zeit zu Zeit entstehen in uns Fragen, für die wir in der Betriebsamkeit des Alltags keine Ruhe finden; die sich zwar in unserem Kopf bewegen, aber keine klare Richtung finden. Dadurch entsteht möglicherweise das Bedürfnis, ein Thema mal etwas tiefer oder gründlicher auszuleuchten als wir es normalerweise tun. Wir bezeichnen diese Arbeit als „Kür“, weil es nicht nur um die Pflicht geht, den Alltag zu stemmen, sondern auch darum ob es freudvoll, befriedigend und sinnstiftend ist. Wir möchten Sie einladen, sich mit uns Zeit für diese Kür zu nehmen!

Ausgangspunkte können sein:

  • Wie gelingt es mir, berufliche und private Ziele und Wünsche zu vereinbaren?
  • Wo verliere ich Kraft, was gibt mir Energie?
  • Wo finde ich Sinn?
  • Wie komme ich vom Beruf zur Berufung?
  • Was geht vielleicht zu Ende? Wo entsteht etwas Neues?
  • Für welche inneren oder äußeren Konflikte suche ich eine Antwort?
  • Was brauche ich, um mit anderen Menschen gut zusammen zu arbeiten und zu leben?

Um diesen Fragen einen guten Rahmen zu geben haben wir wieder einen Ort mit besonderem Ambiente und schöner Natur gewählt.

Für: Menschen mit Berufs- und Lebenserfahrung die

  • sich in beruflichen oder privaten Veränderungsprozessen befinden
  • sich einen souveränen Umgang mit alten oder neuen Konflikten wünschen
  • neue Inspiration für die Gestaltung ihrer nächsten Lebensphase suchen
  • sich mit der „Pflicht“ nicht zufrieden geben, sondern auch die „Kür“ leben wollen.

Seminarinformationen

  • Leitung: Ulrich Markowiak und Kailash von Unruh
  • Gruppengröße/Anzahl Teilnehmende: 8 – 14
  • Seminarzeiten: Freitag 15:00 Uhr bis Sonntag 14:00 Uhr
  • Seminarort: Seminarhaus Kloster Schweinheim (Nähe Köln/Bonn)
  • Seminarkosten: € 270,00 zzgl. Unterkunft und Verpflegung
  • hier ist der Flyer unserer „Zeit für die Kür“
Angewandte Soziometrie in Gruppen
Nov 16 um 16:00 – Nov 18 um 14:00
Angewandte Soziometrie in Gruppen @ Berlin | Berlin | Deutschland

In der Arbeit mit Gruppen ist es für die Leitung zwingend notwendig, die Prozesse, die innerhalb der Gruppe entstehen bzw. vorhanden sind zu erkennen und zu verstehen, um entsprechend intervenieren zu können. Dabei geht es um bewusste und unbewusste Sympathien und Antipathien, wer spielt welche Rolle im Beziehungsgeflecht und welches Wahlverhalten zeichnet sich innerhalb der Gruppe ab.

Moreno hat seine diagnostische Sicht und sein therapeutisches Handeln gerade auch auf die sozialen Systeme gerichtet, in denen wir leben. Dafür hat er die Soziometrie entwickelt, eine Methode, die die „Wahrheit der Gruppe“, d.h. ihre emotionale Tiefenstruktur, offenlegt, ein unverzichtbares Instrument für die Anwendung des Psychodramas in Gruppen.

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer/-innen verschiedene soziometrische Verfahren durch Selbsterfahrung und Reflexion kennen, um den Transfer in die eigenen Praxissituationen zu ermöglichen.

  • Teilnehmer/-innen aus Grund- und Oberstufen
  • Personen, die mit Gruppen arbeiten und Handwerkszeug in die Hand bekommen wollen, um Prozesse in Gruppen besser zu verstehen und damit zu arbeiten

Leitung: Bernd Fichtenhofer
Gruppengröße/Anzahl Teilnehmende: 10 – 20
Seminarzeiten: Freitag 16:00 Uhr bis Sonntag 14:00 Uhr
Seminarort: Berlin

Ausbildungsteilnehmer/-innen werden 3 Ausbildungseinheiten anerkannt
Obligatorisches Theorieseminar

Nov
29
Do
Aktionsmethoden in Coaching und Supervision (2) oder: „Ach nee, bitte keine Rollenspiele“ @ Region Köln
Nov 29 – Nov 30 ganztägig
Aktionsmethoden in Coaching und Supervision (2) oder: "Ach nee, bitte keine Rollenspiele" @ Region Köln

Psychodrama ist heute vielfältig in die Seminarpraxis integriert. Kein Wunder! Erlebtes ist einfach ausdrücklicher als nur Gesagtes.  Allerdings werden oft nur fertige, nicht psychodramatische, Rollenspiele angewendet. Vielleicht ist das der Grund für den Satz: „Ach nee, bitte keine Rollenspiele“? In diesem Workshop werden einfache, aber sehr wirksame psychodramatische Arrangements vorgestellt.
Das Seminar besteht aus 3 Blöcken und richtet sich an Trainer und Seminarleiter, die Wege suchen oder vertiefen wollen, sinnlich-konkretes Erleben in ihr Seminar zu bekommen. Eingebettet in ein gutes Seminar, lassen sich schon mit wenigen eingängigen Übungen Momente erzeugen, die der Teilnehmer mit hohem Lerngewinn noch lange erinnert.

Ist es nicht witzig, dass man  sich durch gut angeleitetes Rollenspiel von einengenden, starren Rollen befreien kann?

Inhalte 1. Seminar:

  • Einführung in einige Grundtechniken des Psychodramas:
    • Den Rollentausch und das Empathische Interview
    • Das Doppeln
    • Einfache Soziometrische Aufstellungen
    • Überblick und Fragen zu weiteren Methoden
  • Grundhaltungen des Seminarleiters bei der Anwendung von psychodramatischen Techniken
  • Fragen zur Einbettung psychodramatischer Techniken in das Seminar.

Inhalte 2. Seminar:

Aktionsmethoden sind im Coaching und in der Einzelsupervision der Königsweg, um erlebte Realität und eigene innere Bilder abzubilden. Der Klient gewinnt auf der Basis dieser Bilder neue Erkenntnisse über sich selbst und seine Welt. Er erkennt Blockaden, erlangt verloren gegangene Spontaneität in schwierigen Situationen zurück und ist dadurch in der Lage, aus sich selbst heraus neue Verhaltensmöglichkeiten zu generieren.

Im diesem Seminar geht es darum, psychodramatische Methoden kennen zu lernen, die auf das Zweiersetting zugeschnitten sind, und um Wege, diese Methoden nahtlos in den Coachingprozess und das eigene Coachingkonzept zu integrieren.

  1. Coaching und Aktionsmethoden
  • Coachingkonzepte
  • Warum Aktionsmethoden im Coaching?
  • Wann sind Aktionsmethoden indiziert?
  1. Wie bette ich Aktionsmethoden in das Coaching ein?
  • Hinführung und Auswertung
  • Die Rolle und das konkrete Verhalten des Coaches beim Einsatz von Aktionsmethoden
  1. Spezielle Coachingmethoden
  • Tischbühne und andere pragmatische Varianten
  • Anwendung und Wirkung des psychodramatischen Interviews
  • Varianten des Rollentauschs zur Darstellung von Ich-Anteilen, Fremdbildern und zeitlichen Perspektiven
  1. Eigenen Interventionsstil gestalten
  • Coach als Mitspieler
  • Haltungen des Coaches
  • Wann Coaching und wann Therapie?

Inhalte 3. Seminar:

  • PD in Gruppen /Teamsupervision, Sequenzen aus der eigenen beraterischen Praxis können mit psychodramatischen Tools praktisch ausprobiert und erlebt werden.
  • Psychodramatische Begegnung in Gruppen/ Teamsupervisionen aktiviert Themen und TeilnehmerInnen. Das Verfahren bietet zahlreiche hoch wirksame und nachhaltige Handlungskonzepte in Gruppenprozessen. Hierdurch wird es den Supervisanden ermöglicht die nötige Offenheit für eigene Fragestellungen zu erlangen und diese in verschiedenen Handlungsalternativen zu überprüfen.Das Seminar stellt Handlungstechniken, Arrangements und Einsatzmöglichkeiten der psychodramatischen Gruppen / Teamsupervision vor.
    Den TeilnehmerInnen wird es möglich sein, verschiedene Sequenzen aus der eigenen beraterischen Praxis, mit psychodramatischen Tools praktisch auszuprobieren.

Zielgruppe

  • Trainer, Erwachsenenbildner, Seminarleiter

Seminarinformationen

  • Leitung: Ulrich Markowiak (1. und 2. Seminar) und Volker Becker (1. und 3. Seminar)
  • Teilnehmerzahl: 8 – 15
  • Zeiten: Donnerstag 10.00 bis 19.00 Uhr – Freitag 09.00 bis 19.00 Uhr
Jan
25
Fr
Störungsspezifisches Psychodrama in der Einzeltherapie und -beratung (Monodrama)  @ 30938 Großburgwedel, Praxis Dr. Reinhard Krüger
Jan 25 – Jan 27 ganztägig
Störungsspezifisches Psychodrama in der Einzeltherapie und -beratung (Monodrama)  @ 30938 Großburgwedel, Praxis Dr. Reinhard Krüger
Modul 1 des Curriculums
Die psychodramatischen Techniken „Szenenaufbau“ und „Doppeln“
Beginn am Freitag, 25.01.2019, 15.00 Uhr
Samstag: 09.00-13.00 und 15.-19.30 Uhr
Sonntag: 09.00-13.00 Uhr
Referent:
Dr. med. Reinhard Krüger
Themenschwerpunkte des Seminars sind:
1. Theorie der inneren Prozessarbeit und des Mentalisierens und ihre Verwirklichung mit Psychodramatechniken auf der Bühne.
2. Theorie und Praxis der Arbeit mit der Tischbühne, z.B. der Repräsentation und Gestaltung des Konfliktsystems, der Seelenlandschaft und der Zeitlinie mit Steinen und Symbolen.
3. Stühlearbeit, dabei auch Anwendung von Handpuppen, auf der Zimmerbühne bei Menschen mit schweren Beziehungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, strukturellen Störungen oder Borderlineorganisation.
4. Der Doppelgängerdialog in der Therapie von psychoseerkrankten Menschen.
Das Curriculum besteht aus vier Modulen. Die Module sind als Paket zu buchen.
Modul 2: 27.-29.9.2019, Modul 3: 31.1.-2.2.2020, Modul 4: 2.-4.10.2020
Feb
26
Di
Aktionsmethoden in Coaching und Supervision (3) oder: „Ach nee, bitte keine Rollenspiele“ @ Region Köln
Feb 26 – Feb 27 ganztägig
Aktionsmethoden in Coaching und Supervision (3) oder: "Ach nee, bitte keine Rollenspiele" @ Region Köln

Psychodrama ist heute vielfältig in die Seminarpraxis integriert. Kein Wunder! Erlebtes ist einfach ausdrücklicher als nur Gesagtes.  Allerdings werden oft nur fertige, nicht psychodramatische, Rollenspiele angewendet. Vielleicht ist das der Grund für den Satz: „Ach nee, bitte keine Rollenspiele“? In diesem Workshop werden einfache, aber sehr wirksame psychodramatische Arrangements vorgestellt.
Das Seminar besteht aus 3 Blöcken und richtet sich an Trainer und Seminarleiter, die Wege suchen oder vertiefen wollen, sinnlich-konkretes Erleben in ihr Seminar zu bekommen. Eingebettet in ein gutes Seminar, lassen sich schon mit wenigen eingängigen Übungen Momente erzeugen, die der Teilnehmer mit hohem Lerngewinn noch lange erinnert.

Ist es nicht witzig, dass man  sich durch gut angeleitetes Rollenspiel von einengenden, starren Rollen befreien kann?

Inhalte 1. Seminar:

  • Einführung in einige Grundtechniken des Psychodramas:
    • Den Rollentausch und das Empathische Interview
    • Das Doppeln
    • Einfache Soziometrische Aufstellungen
    • Überblick und Fragen zu weiteren Methoden
  • Grundhaltungen des Seminarleiters bei der Anwendung von psychodramatischen Techniken
  • Fragen zur Einbettung psychodramatischer Techniken in das Seminar

Inhalte 2. Seminar:

Aktionsmethoden sind im Coaching und in der Einzelsupervision der Königsweg, um erlebte Realität und eigene innere Bilder abzubilden. Der Klient gewinnt auf der Basis dieser Bilder neue Erkenntnisse über sich selbst und seine Welt. Er erkennt Blockaden, erlangt verloren gegangene Spontaneität in schwierigen Situationen zurück und ist dadurch in der Lage, aus sich selbst heraus neue Verhaltensmöglichkeiten zu generieren.

Im diesem Seminar geht es darum, psychodramatische Methoden kennen zu lernen, die auf das Zweiersetting zugeschnitten sind, und um Wege, diese Methoden nahtlos in den Coachingprozess und das eigene Coachingkonzept zu integrieren.

  1. Coaching und Aktionsmethoden
  • Coachingkonzepte
  • Warum Aktionsmethoden im Coaching?
  • Wann sind Aktionsmethoden indiziert?
  1. Wie bette ich Aktionsmethoden in das Coaching ein?
  • Hinführung und Auswertung
  • Die Rolle und das konkrete Verhalten des Coaches beim Einsatz von Aktionsmethoden
  1. Spezielle Coachingmethoden
  • Tischbühne und andere pragmatische Varianten
  • Anwendung und Wirkung des psychodramatischen Interviews
  • Varianten des Rollentauschs zur Darstellung von Ich-Anteilen, Fremdbildern und zeitlichen Perspektiven
  1. Eigenen Interventionsstil gestalten
  • Coach als Mitspieler
  • Haltungen des Coaches
  • Wann Coaching und wann Therapie?

Inhalte 3. Seminar:

  • PD in Gruppen /Teamsupervision, Sequenzen aus der eigenen beraterischen Praxis können mit psychodramatischen Tools praktisch ausprobiert und erlebt werden.
  • Psychodramatische Begegnung in Gruppen/ Teamsupervisionen aktiviert Themen und TeilnehmerInnen. Das Verfahren bietet zahlreiche hoch wirksame und nachhaltige Handlungskonzepte in Gruppenprozessen. Hierdurch wird es den Supervisanden ermöglicht die nötige Offenheit für eigene Fragestellungen zu erlangen und diese in verschiedenen Handlungsalternativen zu überprüfen.Das Seminar stellt Handlungstechniken, Arrangements und Einsatzmöglichkeiten der psychodramatischen Gruppen / Teamsupervision vor.
    Den TeilnehmerInnen wird es möglich sein, verschiedene Sequenzen aus der eigenen beraterischen Praxis, mit psychodramatischen Tools praktisch auszuprobieren.

Zielgruppe

  • Trainer, Erwachsenenbildner, Seminarleiter

Seminarinformationen

  • Leitung: Ulrich Markowiak (1. und 2. Seminar) und Volker Becker (1. und 3. Seminar)
  • Teilnehmerzahl: 8 – 15
  • Zeiten: Donnerstag 10.00 bis 19.00 Uhr – Freitag 09.00 bis 19.00 Uhr